spacepenguin SpacePenguins Links spacepenguin
Wissen Software & Deko Musik Diverses

Meine Linux-Distributions-Empfehlungen:

Für alle, die es top-aktuell lieben - sidux: sidux
auch sehr gute Hardware-Erkennung, basiert auf Debian Sid (aka unstable), ebenfalls KDE-Desktop. Die Installation erfolgt aus der Live-CD heraus und dauert nur wenige Minuten (auf meinem AMD Athlon64 X2 5200+ System 2:22 Minuten). Will aufgrund der Sid-Basis regelmäßig gepflegt werden (die Wartung findet ausschliesslich über die Konsole, also fern der grafischen Oberfläche, statt und zieht viel Traffic nach sich, ohne schnelles DSL und Flatrate - und Selbstdisziplin bzgl. regelmäßiger Updates - nicht zu empfehlen). Ist trotz Sid superstabil, wenn man auf die Update-Warnungen des sidux Teams achtet und dementsprechend handelt: im Gegensatz zu manch anderer Distribution gibt es kein Tool, das einen auf vorhandene Sicherheitsupdates hinweist, sondern eines (siduxcc-hermes), das einen warnt, wann man lieber *keine* Updates durchführen sollte. Rolling releases: ein einmal installiertes System wird alleine durch Online-Updates aktuell gehalten und muß theoretisch nie neu installiert werden, Live-CDs mit aktuellen Sid snapshots kommen in regelmäßigen Abständen heraus. Weitere Besonderheit: ist komplett DFSG-konform (diverse Multimedia-Sachen und die "unfreien" 3D Grafiktreiber können aber unkompliziert nachinstalliert werden).
Achtung: Wer ein Fan der grafischen Oberfläche Gnome ist, ist bei sidux evtl. falsch. Gnome ist zwar natürlich nachinstallierbar, aber in Debian Sid oftmals "broken", von daher gibt es dafür keinen Support.

sidux ist das Arbeitssystem auf meinem Hauptrechner, das sagt glaube ich genug.

Im Zeichen der Menschlichkeit - Kubuntu: Kubuntu
In Sachen versionsübergreifender Updates ist mir persönlich Kubuntu ein wenig zu unsicher, dennoch finde ich, dass es eine ideale Einsteiger-Distribution ist. Die Hardware-Erkennung ist gut, die Einrichtung aus der Live-CD heraus problemlos, die mitgelieferte Software-Auswahl überschaubar, das Start-Menü aufgeräumt. Auch hier ist KDE die grafische Oberfläche, allerdings ein wenig modifiziert, aber für mein Empfinden sehr gut vorkonfiguriert. (K)Ubuntu basiert auf Debian, die Programmpakete sind aber nicht binärkompatibel dazu. Die Paketversionen sind up-to-date (und teilweise darüber hinaus), so wurde z.B. in Kubuntu bereits seit KDE 3.5.6 die "Enterprise"-Version der PIM-Suite Kontact verwendet, die offiziell erst in KDE 3.5.9 zu finden ist, ebenso wurde seit Kubuntu 7.10 als Standard-Dateimanager nicht mehr der Konqueror sondern bereits Dolphin verwendet, der erst in KDE 4 den Konqueror in dieser Funktion offiziell abgelöst hat. Auffälligste Besonderheit: es gibt keinen Root-Zugang, alle Administrations-Aufgaben werden vom zuerst angelegten User über das Kommando "sudo" und sein eigenes Passwort vorgenommen. Den Hinweis auf verfügbare Updates liefert das Programm KPackagekit, das sich bei vorhandenen Updates im Tray neben der Uhr zeigt. Die Wartung erfolgt komplett innerhalb der grafischen Oberfläche.

Kubuntu ist mein Arbeitssystem auf dem Laptop, da ich dort etwas brauche, das einmal installiert möglichst wenig aus dem Internet nachzieht und praktisch pflegefrei ist. Wenn man nicht immer den neusten Versionen hinterherhechelt, trifft das auf Kubuntu auf jeden Fall zu.

Wer es darauf anlegt, kann aber auch ein "bleeding edge" System damit fahren, da die neusten Pakete i.d.R. viel früher für Kubuntu zur Verfügung stehen als für Debian Sid - in einem Backport-PPA, nicht im regulären. Dafür sind diese Pakete oftmals aber auch weniger ausgereift als die Pakete, wenn sie in Sid ankommen...

Sehr gut gefällt mir auch Linux Mint Linux Mint in der KDE Community Edition, das auf Kubuntu basiert. Es enthält bereits alle Multimedia-Codecs und unfreien Treiber und hat einen sehr guten eigenen Update-Manager. Mich stört nur die relativ lange Zeitverzögerung. Bis die Version rauskommt, ist sie schon fast wieder veraltet. Die aktuelle Mint KDE CE "Helena", die auf Kubuntu Karmic vom Oktober 09 basiert, ist erst Anfang Februar herausgekommen, während Ende April bereits Kubuntu Lucid fertig ist. Die KDE-Version gibt es nur als DVD-ISO (paßt aber auf eine Mini-DVD).

Ein sehr pflegeleichtes System ist Kanotix: Kanotix
ausgezeichnete Hardware-Erkennung, basiert auf Debian Stable und einem stets aktuellen angepassten Ubuntu-Kernel, KDE-Desktop, reinrassige Live-CD, optimiert für die Installation auf Festplatte. Benötigt aufgrund der Stable-Basis sehr wenig Pflege durch den User - nicht am System arbeiten sondern mit ihm. Einige spezielle Skripte, z.B. für die Installation der unfreien 3D-Grafikkartentreiber, erleichtern die Wartung. Die installierten Programme werden nicht erneuert, wenn neue Versionen herauskommen! Neuere Programmversionen als in Debian Stable enthalten sind (sog. Backports) werden von Maintainer Kano nur für einige ausgewählte Anwendungen wie z.B. das Mail-Programm Thunderbird/Icedove zur Verfügung gestellt. Ansonsten werden ausschliesslich Sicherheits-Updates (durch Debian) bereitgestellt, ein Tool, das auf solche hinweist, ist aber nicht integriert. Der Check nach Updates bleibt dem User überlassen, dazu und zum Einspielen derselben wird das Kommandozeilen-Tool apt verwendet.
Achtung: Wer z.B. auf die neuen Funktionen des Grafikprogramms Gimp angewiesen ist, sollte vielleicht nicht das auf Debian Stable basierende Kanotix als Arbeitssystem verwenden. Ein Update auf eine höhere Gimp-Version gestaltet sich evtl. nicht nur sehr aufwendig, sondern macht auch aus dem "Stable" System ein Mischsystem, was die Sicherheits-Update-Politik untergräbt und nutzlos macht, da zu viele weitere Pakete, von denen Gimp abhängt, mit ausgetauscht werden müssen!.

Kanotix wird nicht mehr zum Download über die Webseite angeboten, sondern man muß im Chat den Download-Link erfragen... was mich persönlich ziemlich stört.

* * *

Für Leute, die gerne mit einer 100% multimediafähigen Live-CD mit durchgestyltem 3D-Desktop vor Windows-Gebundenen angeben : Sabayon
installierbare Live-CD/DVD auf Gentoo-Basis, nichts für schwache Rechner. Besonderheit: enthält bereits alles an Multimedia/DVD-"Kram", was man so benötigt, ebenso die closed-source 3D-Treiber von ATI und Nvidia sowie Google Earth und Picasa. Beryl/Compiz 3D-Desktop out-of-the-box.

Für etwas schwächere Rechner: Dreamlinux
installierbare Live-CD, basiert auf Debian/Morphix und der Ressourcen schonenden Oberfläche Xfce, die hier mac-artig durchgestylt wurde. Enthält das Grafikprogramm GimpShop (Gimp mit Photoshop-Menüs). Für 3D-Liebhaber gibt es jetzt eine "GL" Edition mit Beryl & AIGLX.


S.A.D. Südsee
Endlich eine Art Aquarium-Screensaver für Linux. S.A.D. hat auch noch zwei weitere Screensaver in der Art herausgebracht: den ultimativen Linux-Screensaver "Arktis" und einen mit Walen.

Und noch ein kommerzieller Screensaver: DreamAquarium - leider (noch) nicht für Linux, aber dafür läuft er problemlos mit wine (flüssig auch in 1920x1200!), Anleitung im DreamAquarium-Forum. Die gratis Demo-Version blendet zwar dauernd Hinweise ein, man kann die Konfiguration nicht speichern und keine neuen Fische hinzufügen, aber zum Testen und Staunen völlig ausreichend.


KDE-Look.org
Wallpaper, Icons, Mauszeiger, Superkaramba-Themes etc., kurz alles, was den KDE-Desktop schöner macht

Gnome-Look.org
Desktop-Deko für Gnome

Xfce-Look.org
Eyecandy für die schlanke Desktop-Umgebung Xfce

Themes bei Freshmeat.net
Deko auch für andere Oberflächen wie z.B. IceWM


zurück